Die rätselhafte Welt der Straßenmusiker
Wer in den Vorweihnachts-Tagen auf deutschen Shopping-Meilen
unterwegs ist, der findet oft vor lauter Straßenmusikern das
nächste Geschäft nicht mehr. Und spätestens beim Blick
in die mit Münzen gefüllten Instrumentenkoffer drängt
sich ein Verdacht auf: Handelt es sich hier vielleicht um einen wirklich
lukrativen Job, einen echten Geheimtipp? Wir wollen genauer wissen: Wie viel verdient ein Straßenmusiker wirklich? Unser Reporter hatte zum letzten Mal im Alter von 14 Jahren eine Trompete in der Hand. Heute wird er die Kölner Innenstadt mit dem Instrument heimsuchen. Wird überhaupt jemand für diese Weihnachtsbeschallung bezahlen, und wenn ja, wie viel? Bevor unser Trompeter richtig loslegen kann, taucht allerdings schon ein weiterer "Kollege Straßenmusikant" auf. Ein junger Mann mit einem australischen Digeridoo, der schon auf unseren Platz wartet. Denn laut Gesetz darf jeder Straßenmusiker jeweils 30 Minuten an einer Stelle spielen. Eine halbe Stunde trompetet auch unser Reporter. Und er ist erstaunt, wie viel Geld trotz eher unterdurchschnittlicher Darbietung nach dieser kurzen Zeit im Kasten ist. 15 Euro Einnahmen konnte er in einer halben Stunde verzeichnen. Insider wissen: Erfahrene Straßenmusiker können an guten Tagen auch über 100 Euro die Stunde verdienen. Mittlerweile hat auch schon der Nachfolger Platz genommen. Frank heißt der Mann mit dem Digeridoo, dem australischen Blasinstrument. Früher arbeitete er als Automobil-Kaufmann, heute verdient er sein Geld hauptberuflich als Straßenmusikant. Wie hoch sein Umsatz ist, will er nicht verraten, seine Reaktion auf unsere Frage lässt ahnen: Wenig ist es nicht. Zwecks Gewinnoptimierung beobachtet der Essener Straßenmusikant Lukas Schlattmann mittlerweile regelmäßig seine Konkurrenz in der Fußgängerzone, die sich inzwischen immer mehr Gimmicks ausdenkt. So wie die angeblichen Original-Rothäute, nach eigenen Auskünften Inka-Indianer. Sicher ist allerdings, dass sich Lukas auch in Zukunft keine Kostüme anziehen oder Perücken aufsetzen wird. Der 32-Jährige verdient auch so genug Geld in dem Job, für den er nur in die nächste Fußgängerzone zu gehen braucht. |
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Quelle: RTL Explosiv
Website |
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Datum: 07.12.2006 |
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| Autor: -, Foto: RTL Explosiv |
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